Sillery


Sillery

  • Einwohner: 1.637 (2011)
  • Lage: 10 Kilometer südöstlich von Reims an der N44 und D8 auf der nördlich des Reimser Berglands gelegenen Ebene
  • Bestockte Anbaufläche: 91,9 Hektar
  • Rebsorten:
    • Chardonnay: 52,9 Hektar (57,5 Prozent der Anbaufläche)
    • Pinot Noir: 30,5 Hektar (33,2 Prozent der Anbaufläche)
    • Pinot Meunier: 8,7 Hektar (9,3 Prozent der Anbaufläche)

Kaum ein echter Grand Cru, verdankt Sillery seine Prominenz den Hängen von Verzenay, die zum Besitz der berühmten Brulart gehörten. Die Brulart, die den Titel Marquis de Sillery und Marquis de Puisieulx trugen, gehörten zu einer Winzerfamilie, deren Ruf sich bis ins 16.Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Roger Brulart, der vierte Marquis de Sillery, war Mitglied des Ordre des Coteaux, einer Gruppe von Adligen, die sich vorgenommen hatten, den Weinen und der Küche der Champagne Glanz zu verleihen. Seinen eigenen Weinen zu Ruhm zu verhelfen, gelang ihm ausnehmend gut; dabei erreichte der Ruf von Sillery erst im 18. Jahrhundert seinen Höhepunkt, als unter dem Maréchale d’Éstrées, dem einzigen Nachkommen von Louis-Philogène, des sechsten Marquis, der Weinbergbesitz riesige Ausmaße angenommen hatte. Aus den Gewächsen dieser Weinberge, die sich bis nach Verzenay, Mailly und Verzy erstreckten, wurden die Weine von Sillery bereitet. Die Weinberge von Sillery stellen in der Tat eine Verlängerung der niedrigeren Hänge von Verzenay dar, wo sie sich in Richtung auf das Reimser Bergland über flacherem und frostgefährdetem Gelände erstrecken und gut 1,5 Kilometer benötigen, um rund 20 Meter anzusteigen. Während der ersten Herbstfröste kann man eine große Fläche mit braunen Reben erkennen. Im Frühling ist der Effekt nicht so auffällig, doch sind die Frühlingsfröste potenziell gefährlicher. Wenn man bei der kleinen Straßenkreuzung 2 Kilometer nördlich von Mailly genau nach links schaut, erkennt man in etwa 1,5 Kilometern Entfernung den unteren Rand einiger Weinberge. Es sind die qualitativ geringsten Rebflächen von Verzenay, ein relativ kleiner Prozentsatz der 418 Hektar umfassenden Grand Cru Anbaufläche. Doch der lange und sehr flache Rebstreifen, der bis zur Autobahn A4 reicht, ist den geringwertigsten Gewächsen von Verzenay noch unterlegen; es sind die Weinberge von Sillery.

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