Rosé-Champagner

Rosé-Champagner haben in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen und machen näherungsweise 7 % der Produktion aus. Von den 2006 verkauften 322 Millionen Flaschen waren ca. 21 Millionen Rosé-Champagner. Dafür wurden 40.000 bis 50.000 hL Rotwein bzw. durch Mazeration hergestellter Rosé-Wein benötigt oder etwa 2 % der Gesamtfläche.
Es gibt zwei Herstellungsverfahren, Rosé d’Assemblage, am häufigsten eingesetzt, und Rosé de Saignée, auch Rosé de Macération genannt. Bei der in Frankreich nur in der Champagne erlaubten „Rosé d’Assemblage“ Cuvée mit Rotwein der AOC Champagne verschnitten, im Normalfall mit Pinot Noir und der Verschnitt auf Flaschen gefüllt. Die Methode hat den Vorteil, dass der Kellermeister den gewünschten Farbton leicht einstellen kann. Manche Rosé-Champagner bestehen aus nur einer Rebsorte (mono-cépage). Die Füll- und Versanddosage eines Rosé-Champagners darf Rotwein enthalten.

Beim Rosé de Saignée (la saignée, Aderlass, Blutentnahme) vergärt man die Maische von Pinot Noir-Trauben, seltener von Pinot Meunier-Trauben, bis zur Erreichung des gewünschten Farbtons (Mazeration genannt, Dauer 12 bis 3 Tage). Die Dauer hängt auch vom Farbstoff (Anthocyan)- und Polyphenol-Gehalt der Beerenhaut ab. Darüber hinaus spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Danach wird der Wein durch vorsichtiges Pressen von der Maische getrennt, zu Ende vergoren und als Roséwein zur zweiten Gärung auf Flasche gefüllt. Das nur für besondere Champagner verwendete Verfahren ist kostenintensiver als die “Rosé d’Assemblage“.

Bei Zugabe von zu viel Rotwein beim Rosé d’Assemblage oder bei zu langem Maischekontakt beim Rosé de Saignée kann der Champagner in merklichem Umfang Tannine enthalten.
Durch die Zugabe von Pinot Noir Rotwein, erhöht sich im Vergleich zur Cuvée der Pinot Noir-Anteil in der Flasche, während sich die Anteile des Chardonnay und Pinot Meunier verringern.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *