Ratafia nun offiziell geschützt

Ratafia de Champagne Henri GiraudMit der Lese 2015 geht auch eine weitere Neuerung einher. Claude Giraud durfte bekannt geben, das nach der nun schon 800-jährigen Geschichte des Ratafia, die INAO Ratafia in den Stand der Produkte mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) erhoben.
Im Rahmen der europäischen Qualitätspolitik landwirtschaftlicher Produkte, gibt es Ratafia nun einen weiteren Schub, da die einzelnen Schritte der Herstellung genau definiert werden und die Nutzung den Champenois obliegt. Claude Giraud, hält den Schritt für sehr positiv, da nun durch die strenge Überwachung des Ratafia de Champagne, die auch durch das CIVC durchgeführt wird, eine Qualitätssteigerung zu erwarten ist.
Ratafia de Champagne wird nun in den nächsten Monaten und Jahren auch nochmals einen deutlich sein Image aufpolieren können, indem er nun noch enger mit Champagner selbst in Verbindung gebracht wird und so auch der Gedanke der Geschichte des Terroirs und dessen Qualitätsbewusstsein in den Vordergrund rückt.
Die Herstellung von Ratafia ist seit je her, stark an die Produktion von Champagner gekoppelt. Es sind die gleichen Rebsorten erlaubt, wie für Champagner, also hauptsächlich Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, aber auch Arbane, Petit Meslier, Pinot Gris und Pinot Blanc Vrai. Es dürfen allerdings zusätzlich zu den für die Champagner-Herstellung erlaubten 2.550 Litern (bestehend aus Cuvée und Taille), auch die ersten 116 Liter der Rebêche genutzt werden.
Durch diese Regelung, bei der für die Produktion für Ratafia de Champagne, eigentlich nur diese 116 Liter genutzt werden, da die 2.550 Liter als Champagner natürlich lukrativer sind, liegt das Produktionspotenzial bei rund 15 Millionen Flaschen pro Jahr. Ratafia wird hauptsächlich in der der Gastronomie abgesetzt, wo er als Digestif gereicht wird.

Foto: © Champagne Henri Giraud

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