Pinot Blanc Vrai

Früher galten der Pinot Blanc und der Chardonnay, irrtümlich Pinot Chardonnay genannt, als ein und dieselbe Rebsorte, denn er kam überall dort vor, wo der Chardonnay traditionell angebaut wurde.
Viele Winzer, nicht nur in der Champagne, sondern überall in Frankreich, bauen immer noch ahnungslos Pinot Blanc Vrai an und glauben, dass es sich um Chardonnay handelt; dabei braucht man sich im Zweifel nur die Blätter der Rebe anzusehen. Die Blätter beider Sorten haben die gleiche Grundform, doch während die Blätter des Chardonnay konkav sind, sich also an den Rändern nach oben wölben, so dass die Unterseite die Oberseite verdeckt, ist das beim Laub des Pinot Blanc nicht der Fall. Außerdem sind die Blätter des Pinot Blanc nicht so blasig, das heißt zwischen den Nerven ist die Oberfläche glatter.
Wenn der Winzer sich zur Bestimmung einer Rebsorte an die Blätter hält, muss er darauf achten, dass seine Muster dem reifen Laub entnommen werden, das hinter dem 6. Nodium von der Basis eines Triebs am Vorjahresholz wächst. Vor allem muss die Rebe gesund und die Blätter sollten nicht durch Herbizide verformt sein.
Weine aus Pinot Blanc haben in der Champagne mehr Körper und auch einen größeren potenziellen Alkoholgehalt als der Chardonnay; doch mangelt es ihnen an Finesse, und gewöhnlich bleiben sie neutral oder haben einen leicht erdigen Geschmack aufzuweisen.

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