Nackte Tatsachen bei Champagne Pommery

Champagne Pommery 2004 Louise NatureBereits auf der ProWein 2016 konnte die nun bald als Brut Nature erscheinende Prestige-Cuvée des Champagnerhauses Pommery, Cuvée Louise Nature, verkostet werden. Die Neuerscheinung startet verzögert zum aktuellen Jahrgang 2004 und wird die Cuvée Louise die eine Dosage von 5 Gramm pro Liter erhält ergänzen.
Die Idee für den Brut Nature hegte der Besitzer von Champagne Pommery,Paul-François Vranken, seit längerem und will damit einen Tribut an Madame Louise Pommery zollen, die im Jahr 1874, den ersten kommerziell erfolgreichen Brut Champagner einführte, den Pommery Nature.
Allerdings musste sich Kellermeister Thierry Gasco, noch etwas Zeit mit dem Projekt nehmen, da er sich einen Grundwein für den Brut Nature wünschte, der genug Fülle mitbringt, um ohne Versanddosage die Stilistik der Cuvée Louise widerzuspiegeln.
Thierry Gasco führt dafür den Brut Royal als Beispiel an, Sie müssen einem Champagner die Dosage geben, die er benötigt um die perfekte Balance zu schaffen, nie weniger und nie mehr, bei dem Brut Royal beträgt die Dosage 10 Gramm pro Liter und er ist sich sicher, das viele Kunden den Champagner reklamieren würden, wenn er die Dosage senken würde, da er dadurch zu grün wirkt.
Aber mit der Cuvée Louise 2004, konnte Gasco den Brut Nature in Angriff nehmen, da die mehr als 10 Jahre Reife auf der Feinhefe der Cuvée die gewünschte Üppigkeit und Komplexität verliehen haben, so dass eine Dosage nicht benötigt wird.
Schon mit dem Jahrgang 2003 stand Thierry Gasco vor einer schwierigen Entscheidung, da der Champagner die Kraft mitbrachte ohne eine Dosage auszukommen, aber der Abgang zu hart und das Mundgefühl zu trocken war, um ihn ohne Dosage auf den Markt zu bringen.
Aber die Cuvée Louise 2004, ist nicht die erste Cuvée Louise ohne Dosage, bereits der Jahrgang 1990 war ein Brut Nature, obwohl man sich bei Champagne Pommery dafür entschieden hatte, dies nicht auf dem Etikett anzugeben und sich so für die Bezeichnung Brut entschied. Gasco begründet seine Entscheidung, dass die Qualität des 1990er Jahrgangs und die Honiganklänge Ihn überzeugten ohne eine Dosage zu arbeiten. Allerdings war der Markt 1998, als die Cuvée Louise 1990 erschien, noch nicht bereit für eine Prestige-Cuvée als Brut Nature, so kam es zu der Entscheidung für Brut. Das Aromenspektrum und die Fülle des Champagners suggerierten, allerdings eine Dosage, die es gar nicht gab.
Bezogen auf den Schritt den Champagne Pommery nun mit der Cuvée Louise 2004 nun geht, entschied man sich auch für eine andere Ausstattung für den Brut Nature, so wird es anstelle des üblichen Etiketts, ein transparentes Etikett geben, welches die Nacktheit, eher aber die natürliche Schönheit der Cuvée Louise widerspiegelt.
Champagne Pommery hat 180.000 Flaschen der Cuvée Louise 2004 zur Verfügung und ich richte mich bei der Dosage, an die Nachfrage des Marktes und sollte die mehr Brut Nature gewünscht sein, wird es auch mehr Cuvée Louise 2004 mit der Dosage Brut Nature geben, so Gasco.

Foto: © Champagne Pommery

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