Moët & Chandon knackt den Code mit der Cuvée MCIII

Moet et Chandon MCIII 1Mit der Cuvée MCIII verschiebt Champagne Moët & Chandon die Grenzen zwischen weiß und rot, zwischen Stillwein und Schaumwein.

Als auf eBay vor einigen Wochen ein Plaque de Muselet von Moët & Chandon auftauchte und es nicht zugeordnet werden konnte, war die Aufregung um eine neue Cuvée sehr groß.
Nun wurde das Geheimnis gelüftet und Champagne Moët & Chandon präsentierte seine neue Prestige-Cuvée MCIII, die auf einem komplett neuem Konzept basiert und große Raffinesse verspricht.
„Wir haben einen Wein mit großer Komplexität aus 3 verschiedenen Schichten kreiert, dies wird aber kein einmaliger Akt, sondern eine nachhaltige Entwicklung.“, so Benoît Gouez, Kellermeister des Hauses und Initiator des Projekts, dessen Ursprung bereits im Kopf seines Vorgänger Dominique Foulon entstand.

Im allgemeinen entsteht eine Champagner-Cuvée auf der Basis des Jahrgangs der aktuellen Lese und wird mit Reserveweine aus den Vorjahren verschnitten, um den Stil des Hauses zu bewahren. Nach der zweiten Gärung reifen die Champagner mindestens für 15 Monate auf der Feinhefe, bei Jahrgangs-Champagner sogar mindestens 36 Monate. Die Basis des MCIII ist aus dem Jahrgang 2003 und eine Assemblage aus 50% Pinot Noir aus Aÿ und 50% Chardonnay aus Chouilly und Cramant. Die hochambitionierten Weine reiften 10 Jahre in Edelstahltanks und machen 37,5% der endgültigen Cuvée aus.

Moet et Chandon MCIII 5Bei der zweiten Schicht, die auch 37,5% der endgültigen Assemblage ausmacht, setzte man auf Holz zur Reifung. Das bis in die späten 1970er Jahre fast ausschließlich verwendet wurde und dann durch Zementtanks, glasfaserverstärkte Kunststofftanks und natürlich, den heute allgegenwärtigen Edelstahltanks ersetzt wurde. Bei dieser Schicht setzt man auf die Jahrgänge 2002 für die Komplexität, 2000 für die Frische und 1998 für die Eleganz.

Bei der dritten Schicht, greift man bei Moët & Chandon auf eine ganz besondere Technik zurück, die so nur noch sehr selten Verwendung findet der „remise en cercle“. Bei der in diesem Fall Champagner, die bereits die 2. Gärung hinter sich haben, aus den Jahrgängen 1999, 1998 und 1993, für die Cuvée eines neuen Champagner verwendet werden. Diese machen schlussendlich 25% der endgültigen Cuvée aus.

Moet et Chandon MCIII 4Die Kombination der Assemblage, aus Edelstahltank, Holz und schließlich der Flasche (die keine Grundweine, sondern einen Champagner beinhaltet), hat es möglich gemacht einen Champagner zu kreieren der mit einer gewaltigen Frische aufwartet, auf der Zunge seine Komplexität und sein breites Spektrum ausspielt und beim Finale mit einem unglaublichen Nachhall Lust auf mehr macht. In diesem Jahr werden 15.000 Flaschen des MCIII auf den Markt kommen, wobei in den Kellern von Moët & Chandon bereits 200.000 Flaschen der nachfolgenden Assemblagen auf der Feinhefe liegen und auf Ihr Dégorgement warten. Bei der aktuellen Version, die in circa 10 Jahren veröffentlicht wird, sorgen der Jahrgang 2006 für Komplexität und 2012 für eine angenehme Frische.

Foto: © Champagne Moët & Chandon
Video: © Champagne Moët & Chandon

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