Eine natürliche Lösung für Botrytis cinerea in der Entwicklung

Botrytis-cinereaChristophe Clément, ein Professor an der Universität Reims, arbeitet an einer langfristigen Lösung, die Ausbreitung von Botrytis in den Weinbergen der Champagne einzuschränken, ohne dabei Fungizide zu verwenden.
„Wir haben zwei verschiedene Lösungsansätze“, beginnt Clément. Die Erste davon nutzt natürliche Moleküle, um die Abwehrmechanismen der Rebe zu stimulieren, es wird eine Infektion vorgetäuscht und damit eine Verdickung der Zellwände erreicht. Diese Variante nennt sich „Elictors“, die Moleküle stammen Bakterien und es wird momentan noch nach dem Effektivsten gesucht, so Clément.
Die zweite Technik nennt sich „Biocontrol“, dabei werden nützliche Mikroorganismen von der Wurzel der Rebe extrahiert und in die Rute injiziert. Dies trägt dazu bei, dass die Rebe besser gegen Krankheiten geschützt wird und es wird das Wachstum stimuliert.
Clément sagt, „Wir haben eine Erfolgsquote von 100% im Labor, aber leider nur 30% im Weinberg. Es gibt viele Parameter in den Weinbergen, die die Ergebnisse beeinflussen und diese müssen wir noch besser studieren, um erfolgreicher gegen Botrytis vorzugehen.“.
Allerdings glaubt er, dass in Zukunft die Winzer in der Champagne mithilfe dieser 2 Techniken, Ihren Verbrauch an Spritzmitteln deutlich reduzieren können.
Einsatz von Phytochemikalien und Pestiziden in Frankreich:

  • Weinbau stellt 2-3% der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Frankreich dar, aber verwendet 30-50% der in der Landwirtschaft genutzten Chemikalien.
  • Von dem im Weinbau verwendeten Pestizide, sind 50% Pestizide, 35% Herbizide, 10% Insektizide und die restlichen 5% sind Nischenpräparate wie z.B. Ratizide.

Quelle: Chrisophe Clément/ Unité de Recherche – Vignes et Vins de Champagne (URVVC)
Foto: © yourwineiq.com

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