Der Traubenpreis

Bis 1989 wurde der Preis für ein Kilo Trauben in Grand Cru-Lagen (Klassifizierung 100 %) vom CIVC genau festgelegt. Der Preis in Premier- und Deuxieme-Cru-Lagen ergab sich durch Umrechnung, z.B. betrug der Traubenpreis in einer mit 84% klassifizierten Lage 84% des festgelegten Preises. Ab 1990 führte man einen Richtpreis (prix indicativ) ein, der etwa ein Drittel der Produktionskosten einer Flasche Champagner ausmachte. Die Preisfindung erfolgte im Einvernehmen zwischen Winzerverband und Verband der Häuser. Ab 1999 verbot die EU die Preisabsprachen. Heute werden die Preise zwischen den Häusern und Lieferanten frei ausgehandelt. Beide beobachten die Entwicklung des Preises, der sich aus Angebot und Nachfrage sowie weiteren Faktoren ergibt: z.B. Traubenqualität, Rebsorte, Einordnung auf der “l’échelle des crus“, Kosten der Pressung und Zusatzkosten. Bei der Preisfindung spielen auch die Traubenmakler eine wichtige Rolle (le syndicat des courtiers). In jedem Fall sind die Trauben der Champagne die teuersten der Welt. Bei einem Traubenpreis von 6 € pro kg kosten die Trauben für die 0,75l Flasche 7,20 €.

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