Das Klonen

Seit über fünfzig Jahren befasst man sich experimentell mit der Suche nach Rebklonen, die sich am besten für die Boden- und Klimaverhältnisse der Champagne eignen. Zuerst hatte man darauf hingearbeitet, ein Pinot-Noir-Klon zu entwickeln, das den Frösten des Marnetals widerstehen konnte, um die Weinberge in diesem Gebiet, in dem vor allem Pinot Meunier angebaut wurde, mit einer edleren Sorte bestocken zu können. Im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte haben die kommerziellen Anforderungen des Champagnerhandels jedoch dazu geführt, den größeren Erträgen und den Vorteilen einer frühen Reifung beim Pinot Meunier, in dem man zunehmend eine klassische Sorte sieht, bei diesen Überlegungen den Vorzug zu geben. Deshalb achtet man bei der Klonenselektion heute eher darauf, bestimmte Klonen von Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay zu erhalten, die sich am besten für die jeweiligen Weinorte eignen.

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