Champagne G.H. Mumm veröffentlicht Collection du Chef de Caves

Cordon_Rouge_TrioMit der Collection du Chef de Caves, bietet das Champagnerhaus G.H. Mumm die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Millésimes der letzten 30 Jahre des Cordon Rouge zu verschaffen. Den Anfang machen dabei die Jahrgänge 1985, 1990 und 1996, von denen je 150 Magnumflaschen in den ausgesuchten Handel kommen. Didier Mariotti entschied sich für eine Dosage von 4 g/l, um die Eigenschaften des jeweiligen Jahrgangs zu betonen und nicht zu unterdrücken.
Bei den Etiketten ließ man sich von den Labels des Cordon Rouge Millésime aus den 1980ern inspirieren. Die Rückenetiketten sind von Didier Mariotti signiert und mit dem Degorgierdatum versehen.

Der Jahrgang 1985 war trotz eines sehr kalten Winters (bis -30°C) und eines herausfordernden Frühlings, durch den warmen und sonnigen Sommer von einer guten Lese und gesunden Trauben geprägt. Nase und Gaumen sind reich und komplex, aber immer noch sehr frisch. Aromen von Zitrusfrüchten, getrockneten Orangenschalen, Kaffee, Nüsse und Gewürze, die durch eine ausgeprägte Mineralität unterstrichen werden. Am Gaumen ist der Wein immer noch sehr lebendig und frisch, aber mit perfekter Balance und einem sehr langen Abgang.

1990 war der Ertrag sehr niedrig, wegen der späten Frühlingsfröste. Nach einem sehr heißen und trockenem Juli erreichten die Trauben einen sehr hohen Zucker-, aber relativ niedrigen Säuregehalt. Die Pinot Noirs aus der Montagne de Reims, vor allem Verzenay, Verzy, Bouzy, Ambonnay und Mailly waren von hervorragender Qualität.
Aufgrund des hohen Pinot Noir Anteils von 81% in der Assemblage, wirkt der Champagner sehr intensiv und entwickelt. Die Nase wird durch Aromen von getrockneten Früchten und Kompott, insbesondere Datteln, Nugat, Akazienhonig, Karamell und Rosinen dominiert. Die hohe Weinigkeit führt zu einem langen und abgerundetem Finale.

1996 produzierte Champagne G.H. Mumm seinen 50 Cordon Rouge Millésime. Es war geprägt von einem sehr hohen natürlichen potenziellen Alkoholgehalt und einem außergewöhnlich hohen Säuregehalt. Die Kritiker waren begeistert von dem dem möglichen Potenzial, wohingegen die Erzeuger aufgrund der hohen Säure eher zurückhaltend waren. Mit einem Pinot Noir Anteil von 63% aus den Gemeinden Bouzy, Ambonnay und Aÿ ergibt sich ein mit Aromen von Zitronenschale, Backpflaumen, Birnen und schon fast Tabak geprägter Champagner. Der am Gaumen rassig und frisch ist, mit guter Frucht und einem sehr langen Abgang.

Foto: © Champagne G.H. Mumm

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