Champagne Charles Heidsieck veröffentlicht Rosé Millésime 2006

Charles-Heidsieck-Rosé-2006Mit dem Millésime Rosé 2006 bringt Champagne Charles Heidsieck seinen ersten Jahrgangs-Rosé seit dem herausragenden 1999er. Obwohl für Stephen Leroux, dem Geschäftsführer von Champagne Charles Heidsieck, der Rosé Millésime 2005 sehr gut ist, fiel die Entscheidung dem 2006er den Vorrang zu geben, da der 2005er noch etwas verschlossen ist und noch Zeit zur Reife benötigt.

Die Cuvée setzt sich aus 63% Pinot Noir und 37% Chardonnay zusammen, wobei der Hauptteil des Pinot Noirs aus der Montagne de Reims stammt und ein kleiner Teil aus dem südlich gelegeneren Les Riceys, welches im wärmeren Département Aube liegt.

Christopher Descours, Vorstandsvorsitzender der Handelsgruppe für Luxusgüter EPI, reizte beim Kauf von Charles Heidsieck und Piper-Heidsieck im Jahr 2011 besonders die enormen Bestände an Reserveweinen von Champagne Charles Heidsieck. Descours ist überzeugt, dass Sie eine der besten Kollektionen an Reserveweinen aller Champagnerhäuser haben, darunter ein ganzer Edelstahltank des 1996er Cramant und noch weitere Schätze.
Auch nachdem sich der bereits verstorbene Kellermeister Thierry Roset vor acht Jahren dafür entschieden hatte, die Grundweine von 60 Crus und nicht wie bis dahin von 120 Crus zu nutzen, standen weiterhin 250 Basisweine aus verschiedenen Crus und Lesejahren zur Verfügung.

Bei Charles Heidsieck agiert man bezüglich der Jahrgangs-Champagner eher konservativ, dies ist auch einer der Gründe, warum man sich nach den schwierigen Jahren 2001 und 2003, die nach starken Hitzewellen von einer sehr geringen Säure und unausgeglichener Qualität geprägt war, entschied die hochgehandelten Jahrgänge 2002 und 2004 für Reserveweine und den Brut Réserve zu nutzen, da diese das täglich Brot erwirtschaften.

2006 war eine Herausforderung in den Weinbergen der Champagne, die zu einer erfolgreichen Lese führte. Der Winter war sehr kalt und die die Champagne wurde in Schnee gehüllt. Der Frühling brachte viele Gewitter, die zu einem sengend heißen Juli führten. Im August kühlte es ab und das Wetter war optimal für die Traubenreife. Vor allem profitierte der Pinot Noir von diesen Verhältnissen und dies erleichterte die Entscheidung für einen Millésime Rosé bei Charles Heidsieck deutlich.
Der Chardonnay stammt hauptsächlich aus Oger, Mesnil-sur-Oger, Cramant und Vertus – die Crus sind dabei typisch für die Cuvées von Charles Heidsieck.
Beim Pinot Noir kam Avenay, Tauxières-Mutry, Ambonnay und Aÿ zum Zuge.
Die Trauben für den Rotwein zum Verschnitt wurden vor allem in Bouzy, Ambonnay, Les Riceys, Verzenay und Hautvillers gelesen.
Die Nase ist geprägt von Erdbeerkonfitüre, Honig, Zimt und einem Hauch Kardamom. Am Gaumen wird es sehr vielschichtig und komplex, mit Noten von Lakritz, Kirschen, rosa Pfeffer, frischen Feigen und Brombeeren mit einem langen Nachhall.

Foto: © Champagne Charles Heidsieck

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